Home   Sitemap  |    Suchen  |   Kontakt  |   Impressum  


 » Der Verein

 » Die Ausstellung

 » Veranstaltungen

 » Führungen

 » Presse

 » EXPO2000

 » "Was wurde aus ..?"

 » Andere
    Weltausstellungen


 » Fotogalerie

 » Links

 » Gästebuch (07.09.10)

 » Mitgliederbereich

 

EXPOSEEUM  -  A K T U E L L
   Zurück
10.01.09 - Presseartikel:

Ausverkauf im Jemen-Pavillon

Hannoversche Allgemeine Zeitung: Betreiber muss Gebäude bis zum 15. Januar räumen / Eigentumsverhältnisse des Orient-Baus ungeklärt

Am heutigen Sonnabend will Betreiber Antonia Claudius damit beginnen, die Inneneinrichtung des Jemen-Pavillons auf dem Expo-Gelände abzubauen. Wer Interesse an Einzelstücken habe, könne diese erwerben, sagte Claudius. Der Verkauf läuft täglich bis zum 15. Januar von 12 bis 18 Uhr. Wie berichtet, hatten er und seine Frau die Zahlungsforderungen der städtischen Gesellschaft Expo-Grund für das Gelände nicht beglichen. "Wir sind gezwungen zu gehen", erklärte Claudius, der das Grundstück seit 2001 nutzt. Das Oberlandesgericht Celle hatte entschieden, dass er das Areal samt Pavillon räumen muss. Zum 15. Januar wird beides zunächst an die Expo-Grund zurückfallen. Was dann mit dem Expo-Bau geschieht, ist ungewiss. Vermutlich droht dem Pavillon der Abriss.

Claudius, der das Gebäude nach der Expo für den symbolischen Preis von seinerzeit einer Mark vom jemenitischen Staat erworben hatte, vermietete den Jemen-Pavillon für Firmenveranstaltungen, zu seinen Kunden zählten unter anderem TUI, Siemens und VW. Das Geschäft warf offenbar nicht genug ab, um die von der Expo-Grund in Rechnung gestellten Forderungen zu begleichen.

Das Ehepaar Claudius wiederum fühlt sich von der Expo-Grund vom Gelände vertrieben. "Die Gesellschaft hat mein letztes Finanzierungsangebot ignoriert, obwohl es nur zehn Prozent unter der Kaufsumme lag", sagt Eva Claudius, die seit 2006 statt ihres Mannes als Käuferin auftritt. Sie habe eine Bankbürgschaft über 350 000 Euro gehabt. Ihm liege nur eine Bürgschaft über 200 000 Euro vor, sagt Expo-Grund-Chef Walter Richter. Das städtische Unternehmen habe jeglichen Spielraum für Preisnachlässe ausgereizt. Das rund 3000 Quadratmeter große Grundstück sei Claudius für 138 Euro pro Quadratmeter angeboten worden - der Wert liege bei 200 Euro pro Quadratmeter. Hinzu kamen nicht beglichene Schulden aus Gerichtsprozessen von 77 000 Euro. „Nach jahrelangen Zugeständnissen machen wir keine Kompromisse mehr“, stellt Richter klar.

Er hat die jemenitische Botschaft in Berlin angeschrieben, um die Eigentumsverhältnisse des Pavillons zu klären. Laut Claudius ist nach seinem Auszug der Staat Jemen rechtmäßiger Besitzer. Zwar könnte die Expo-Grund als Grundstückseignerin auch den Pavillon als Eigentum anerkennen. „Das wollen wir aber nicht“, sagt Richter. Denn wenn kein neuer Investor das Areal samt Pavillon kaufen will, müsste die ExpoGrund die Abrisskosten von mindestens 40 000 Euro tragen. Bis die Rechtslage geklärt ist, könne es noch dauern, vermutet Richter. Ein ähnliches Problem gibt es beim polnischen Pavillon - der leer stehende Bau blockiert bereits seit vier Jahren das zur Vermarktung vorgesehene Grundstück.

Juliane Kaune / HAZ

   Zurück

 
   

Öffnungszeiten: Sonntags, 11-16 Uhr
                Eintritt: 1 €

Impressum
© Copyright 2000 - 2010 , EXPOSEEUM e.V., EXPO-Plaza 11,   30 539 Hannover
Kontakt